Plant ihr auf eurer Reise wild zu campen, möchten wir auf diesem Wege unsere bewährten „goldenen Regeln“ mit euch teilen. Vorab jedoch: Wildcampen ist leider in sehr vielen Ländern offiziell verboten – häufig wird es jedoch, bei einsprechendem Verhalten euerseits, geduldet. Informiert euch also am Besten vorab über das jeweils geltende Recht – oder haltet an eurer Reiseplanung fest und lasst euch einfach überraschen. Zumindest wir haben es bisher in keinem Land geschafft uns Probleme einzuhandeln.
# Sucht euch euren Schlafplatz im hellen
Das Wichtigste zuerst: fangt früh genug an, nach einem Schlafplatz Ausschau zu halten. Es gibt nichts ärgerliches als sich im dunkeln durch unbekanntes Gebiet zu navigieren und irrtümlicherweise den letzten Grützplatz als Sechser im Lotto auszumachen. Wie lange ihr braucht um einen adäquaten Platz für euer Zelt zu finden, ist übrigens stark vom Land und der Region abhängig in der ihr unterwegs seid. Allgemein kann man jedoch sagen: Je touristischer die Gegend, um so schwieriger gestaltet sich die Suche nach einem passenden Platz.
# Könnte sich jemand durch eure Anwesenheit belästigt fühlen?
Sollte es euch einmal nicht möglich sein, abgelegen und ungesehen zu campen, könnt ihr dennoch ein paar Dinge beachten, um unangenehmen Konfrontationen oder Situationen vorzubeugen. Achtet stets darauf, niemandem auf den Schlips zu treten und geht im Zweifel offen auf die Menschen zu. Gerade in entlegeneren Gebieten wird sich keiner an eurer Anwesenheit stören. Stattdessen ist die Wahrscheinlichkeit äußerst groß, dass ihr auf interessierte und gastfreundliche Einheimische treffen werdet.
# Guckt nach oben und nach unten – auch ein Blick nach links und rechts kann nicht schaden
Folgendes Szenario: Ihr wacht morgens auf und euer ganzes Zelt ist voll mit irgendeinem klebrigen grünen Zeug und kleinen Tierchen. Ziemlich uncool. Hättet ihr am Abend zuvor einen Blick nach oben geworfen, wäre euch das Ganze erspart geblieben. Denn: Sehen Bäume trocken, brüchig oder fahl aus ist umbauen angesagt – es sei denn ihr legt es auf krabbeligen Besuch an. Auch den Untergrund solltet ihr in Augenschein nehmen: Sollte es unerwartet anfangen zu regnen, wollt ihr sicher nicht mit Baden gehen.
Wie auch die Natur, so solltet ihr auch die Zivilisation im Auge behalten. Verkehrslärm, Kläranlagen, Fabriken – all dies möchten wir nicht unbedingt in unserer Nachbarschaft.
# Seid ihr zu zweit unterwegs gilt: Nein heißt nein
Traumkulisse: Ein Platz direkt am Strand, Meerblick und das Rauschen der Wellen zum einschlafen – der perfekte Ort für den nächsten #lifegoals-Post. Doch euer Reisepartner hat ein ungutes Gefühl und möchte weitersuchen. Für uns gilt in diesem Falle immer: wer nein sagt hat recht. Der Platz kann noch so schön sein, fühlt sich einer von euch unwohl nützt euch auch die schönste Kulisse nichts. Demnach bleibt nur: munter weitersuchen.
# Nehmt euren Müll mit – und welchen ihr sonst noch findet
Das ganze ist ziemlich einfach: Lasst keinen Müll zurück, auch keinen den ihr nicht zu verantworten habt. Auch Essensreste gehören nicht einfach achtlos irgendwo hingeworfen.
# Wo ist denn hier das nächste Klo?
Habt immer im Blick, dass das Unvermeidliche schneller eintreten kann als geplant. Keiner ist davor gefeit, nachts mal Pipi machen zu müssen – oder ihr habt womöglich das Abendessen nicht vertragen? Verlasst euch also nicht darauf, zeitnah eine öffentliche Toilette aufsuchen zu können. Es heißt also stets ein nettes Plätzchen im Grünen parat zu haben.
Hierbei möchten wir nochmal gesondert hervorheben, die Natur zu achten und keinen Müll zu hinterlassen. Wie wir die Sache mit dem Toilettengang handhaben, verraten wir euch hier.
