Getreu dem Motto „Vorsorge ist besser als Nachsorge“ möchten wir einen Punkt ganz oben auf eure Reise-to-do-Liste setzen, nämlich eure Gesundheitsvorsorge auf Reisen. Genauer gesagt: einen ausreichenden Impfschutz, ggf. das Thema Malariaprophylaxe, eine angemessene Reiseapotheke sowie eine passende Auslandskrankenversicherung. Je nach Reiseart kann es übrigens auch nicht schaden, eure Erste Hilfe Skills mal wieder etwas auf Vordermann zu bringen – auch bei uns noch ein Punkt auf der Liste.

Reiseimpfungen
Egal ob für einen kurzen oder langen Auslandsaufenthalt – ca. 4 Monate vor Reisebeginn solltet ihr jemanden einen Blick in euren Impfausweis werfen lassen, der euren Impfstatus überprüfen kann. Brauche ich eine Auffrischung? Besteht überhaupt ein Impfschutz? Gegen was muss ich mich denn überhaupt impfen lassen? All diese Fragen kann euch ein entsprechend ausgebildeter Arzt im Rahmen einer Impfberatung (Achtung, Privatleistung – Kosten ca. 40 Euro) beantworten. Bei einer solchen Beratung stellt euer Arzt mit euch gemeinsam euren Impfplan zusammen: wann wird gegen was geimpft. Als ggf. ausgekoppelt gilt Gelbfieber – hier gibt es gesonderte Gelbfieber-Impfstellen, bei welchen ihr separat einen Termin vereinbaren müsst. Übrigens: die Kosten für die Impfberatung verstehen sich pro Termin – solltet ihr diesen also beispielsweise zu zweit wahrnehmen, liegen sie pro Person bei nur 20 Euro.
Wollt ihr euch vorab selbst darüber informieren, gegen welche Krankheiten ihr euch impfen lassen solltet, könnt ihr dies online beim crm (Centrum für Reisemedizin). Kleiner Tipp: Dort könnt ihr viele der Informationen die euch euer Arzt geben wird später selbst noch einmal nachlesen – geht dann ja doch immer alles recht schnell bei so einem Termin.
Solltet ihr noch keine Reiseimpfungen erhalten haben, dürfen euch (für Asien) wahrscheinlich die folgenden Impfungen erwarten:
- Hepatitis A
- Hepatitis B
- Cholera
- Tollwut
- Typhus
- Japanische Enzephalitis
- Meningokokken
- Gelbfieber
Da sämtliche Reiseimpfungen zu den Privatleistungen zählen, solltet ihr bereits vor der Impfberatung in Erfahrung bringen, ob und in welcher Höhe eure Krankenkasse die Kosten im Nachhinein übernimmt. Denn leider müsst ihr hier in Vorkasse gehen – seid ihr komplett ungeimpft, erwarten euch Kosten von etwa 1300 Euro. Wir persönlich würden euch an dieser Stelle wärmstens die TK empfehlen – der Krankenkassenwechsel hat sich damals als gute Wahl herausgestellt.
Malariaprophylaxe
Die Vorsorge bezüglich Malaria ist je nach Risikogebiet auf zwei Arten möglich: Es gibt Mittel zur Chemoprophylaxe und zur Notfallselbsttherapie. Im Fall der Chemoprophylaxe nehmt ihr das Malariamedikament quasi vorsorglich bereits vor Eintritt in das Risikogebiet ein – die Einnahme wird während und nach dem Aufenthalt fortgesetzt. Diese Art der Anwendung wird jedoch bloß bei einer sehr hohen Infektionswahrscheinlichkeit empfohlen. Besteht kein hohes Infektionsrisiko sollte das Malariamedikament lediglich zur Selbstbehandlung im Notfall eingepackt werden. Sollte es euch beim Auftreten malariaverdächtiger Symptome innerhalb von 24 Stunden nicht möglich sein einen Arzt aufzusuchen, muss mit der anleitungsgetreuen Selbsttherapie begonnen werden.
Wie ihr seht, solltet ihr euch also vor Reiseantritt über das etwaige Infektionsrisiko informieren. Um es jedoch gar nicht erst soweit kommen zu lassen, gibt es ein paar Dinge die ihr abends und nachts beachten könnt:
- Haltet euch in geschlossenen und klimatisierten Räumen auf, Mücken fliegen nämlich nicht vom Warmen ins Kalte.
- Tragt hautbedeckende Kleidung aus möglichst dickem oder dicht gewebtem Soff – durch feine Stoffe stechen sie nämlich einfach hindurch. Alternativ tragt mit Permethrin impägierte Kleidung (hält mehrere Wäsche, gibt es auch schon dauerhaft eingewebt).
- Mückenschutz für freie Hautstellen: Achtet bei den Inhaltsstoffen auf den Wirkstoff DEET (Diethylmethylbenzamid/-toluamid) mit einer Konzentration von mindestens 30%. Je höher die Konzentration von DEET, desto länger hält der Schutz an.
- Mosikonetze mit einer Lochgröße zwischen 1,2 und 1,5 mm. Auch hier lässt sich die schützende Wirkung durch eine Imprägnierung mit Permethrin verbessern.
Reiseapotheke
Was wir auf unserer Reise dabei haben, könnt ihr hier lesen.
Übrigens: solltet ihr chronisch krank und auf verschreibungspflichtige Medikamente angewiesen sein – lasst euch von eurem Arzt eine Bescheinigung über die Notwendigkeit ausstellen, welche ihr bei zweifelhaften Fragen bei der Einreise vorlegen könnt. Manch ein Beamter wird sich nämlich über die große Menge an Medikamenten wundern.
Auslandskrankenversicherung
Da manchmal eben alles anders kommt als man denkt, empfiehlt es sich eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen, die euch für den Fall der Fälle ordentlich absichert. Unsere Wahl fällt hier seit Jahren auf das Angebot der Hanse Merkur – für uns erfüllt sie alle wichtigen Kriterien. Wichtig hierbei zu beachten ist jedoch was ihr konkret von euer Versicherung erwartet. Seit ihr nur für kurze Zeit im Ausland oder steht ein Langzeitaufenthalt an? Plant ihr vielleicht sogar eine Schwangerschaft auf Weltreise? Wollt ihr während eurer Reise Arbeiten gehen? All dies sind Faktoren die die Wahl des richtigen Tarifes maßgeblich beeinflussen.
Frühzeitige Rückkehr
Gut zu wissen: Solltet ihr eure Reise vorzeitig beenden wollen oder müssen, werden euch die im Voraus geleisteten Zahlungen, bei einem entsprechendem Nachweis über eure Rückkehr, im Nachhinein erstattet. Grob geschätzt könnt ihr hier mit Kosten von ca. 400 Euro pro Person ausgehen.
